Der SKR03 Kontenrahmen ist das meistgenutzte Buchführungsschema in Deutschland – und für Autohändler unverzichtbar. Ob Gebrauchtwagenhandel mit Differenzbesteuerung, Inzahlungnahme oder regulärer Fahrzeugverkauf: Wer seine Buchhaltung im Griff haben will, muss die relevanten Konten im SKR03 kennen. In diesem umfassenden Ratgeber erklären wir den Aufbau des SKR03, zeigen die wichtigsten Konten für den Autohandel in übersichtlichen Tabellen und liefern praxisnahe Buchungsbeispiele für typische Geschäftsvorfälle im KFZ-Handel.

Auf einen Blick: Der SKR03 (Standardkontenrahmen 03) von DATEV gliedert Ihr Unternehmen in zehn Kontenklassen (0–9). Für Autohändler sind besonders die Konten für Wareneinkauf (3200), Differenzbesteuerung (8337), Regelbesteuerung (8400) und Geldtransit (1360/1370) entscheidend. Mit AutoPult Buchhaltung werden alle Buchungen automatisch dem richtigen SKR03-Konto zugeordnet.

Was ist der SKR03? – Definition und Hintergrund

SKR03 steht für Standardkontenrahmen 03 und wurde von der DATEV eG entwickelt. Er ist einer der beiden in Deutschland am häufigsten verwendeten Kontenrahmen – neben dem SKR04. Der SKR03 folgt dem sogenannten Prozessgliederungsprinzip: Die Konten sind nach dem betrieblichen Ablauf (Einkauf, Produktion, Verkauf, Finanzen) geordnet.

Für den Autohandel ist der SKR03 besonders relevant, weil die überwiegende Mehrheit der Steuerberater und DATEV-Schnittstellen auf diesen Kontenrahmen ausgelegt sind. Wer seine Buchführung mit einem Händlermanagementsystem (DMS) betreibt und regelmäßig Daten an den Steuerberater exportiert, kommt am SKR03 praktisch nicht vorbei.

Warum ist der SKR03 für Autohändler so wichtig?

  • Branchenstandard: Über 70 % der deutschen Unternehmen nutzen den SKR03 – die meisten Steuerberater arbeiten damit
  • DATEV-Kompatibilität: Der DATEV-Export basiert in der Regel auf SKR03-Konten
  • Spezialkonten für den Handel: Konten wie 8337 (Differenzbesteuerung) und 3200 (Wareneinkauf) sind exakt auf Händlerbedürfnisse zugeschnitten
  • Prüfungssicherheit: Ein korrekt bespielter SKR03 erleichtert Betriebsprüfungen erheblich
  • Software-Integration: Moderne DMS-Lösungen wie AutoPult mappen automatisch auf SKR03-Konten

Aufbau des SKR03: Die 10 Kontenklassen (0–9)

Der SKR03 Kontenrahmen ist in zehn Kontenklassen gegliedert. Jede Klasse umfasst einen bestimmten Bereich der Buchführung. Die vierstelligen Kontonummern ergeben sich aus der jeweiligen Klasse und einer weiteren Differenzierung.

Kontenklasse Bezeichnung Relevanz für Autohändler
0 Anlage- und Kapitalkonten Geschäftsausstattung, Firmenfahrzeuge, Grundstücke
1 Finanz- und Privatkonten Bank, Kasse, Geldtransit (1360/1370), Verrechnungskonten
2 Abgrenzungskonten Aktive/passive Rechnungsabgrenzung, Umsatzsteuer-Vorauszahlung
3 Wareneingangskonten Wareneinkauf Fahrzeuge (3200), Ersatzteile, Zubehör
4 Betriebliche Aufwendungen Personal, Miete, Werbung, Versicherungen, Kfz-Kosten
5/6 Sonstige Aufwendungen Abschreibungen, Zinsen, sonstige Kosten
7 Bestände an Erzeugnissen Bestandsveränderungen (im Autohandel selten genutzt)
8 Erlöskonten Fahrzeugverkauf (8100–8400), Differenzbesteuerung (8337)
9 Vortrags- und statistische Konten Saldovortrag, statistische Zwecke

Die 20 wichtigsten SKR03-Konten für den Autohandel

Im täglichen Geschäft eines Autohändlers spielen bestimmte Konten eine zentrale Rolle. Die folgende Tabelle listet die wichtigsten SKR03-Konten auf, die Sie als KFZ-Händler regelmäßig benötigen.

Konto Bezeichnung Verwendung im Autohandel
0320 PKW (Anlagevermögen) Firmenfahrzeuge, Vorführwagen im Anlagevermögen
1200 Bank Geschäftskonto – alle Ein- und Auszahlungen
1360 Geldtransit Übergangskonten bei Zahlungswegen (z. B. Barzahlung → Bank)
1370 Verrechnungskonto Geldtransit Gegenposition zum Geldtransit, Zwischenkonto bei Online-Zahlungen
1400 Forderungen aus L+L Offene Kundenrechnungen für Fahrzeugverkäufe
1576 Vorsteuer 19 % Abziehbare Vorsteuer bei regelbesteuerten Einkäufen
1600 Verbindlichkeiten aus L+L Offene Lieferantenrechnungen (z. B. Fahrzeugeinkauf)
1776 Umsatzsteuer 19 % Geschuldete Umsatzsteuer bei regelbesteuertem Verkauf
1800 Privat (Einzelunternehmen) Privatentnahmen und -einlagen des Inhabers
3200 Wareneinkauf Einkauf von Handelsware (Gebraucht- und Neufahrzeuge)
3300 Wareneinkauf 7 % Vorsteuer Selten im KFZ-Handel, ggf. für Zubehör mit erm. Steuersatz
3400 Wareneinkauf EU ohne Vorsteuer Fahrzeugeinkauf aus EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Erwerb)
4100 Löhne und Gehälter Personalkosten Verkäufer, Werkstatt, Verwaltung
4210 Miete Miete für Ausstellungsfläche, Werkstatt, Büro
4600 Werbekosten Fahrzeuginserate, Online-Marketing, Plattformgebühren
4900 Sonstige betriebliche Aufwendungen Sammelkonto für diverse Betriebskosten
8100 Erlöse 7 % USt Selten im Autohandel, z. B. bestimmte Dienstleistungen
8200 Erlöse Regelbesteuerung Fahrzeugverkauf mit ausgewiesener Umsatzsteuer
8337 Erlöse Differenzbesteuerung Fahrzeugverkauf unter Anwendung von § 25a UStG
8400 Erlöse 19 % USt Standard-Erlöskonto für regelbesteuerte Verkäufe
Achtung: Die Kontonummern können je nach individueller DATEV-Anpassung Ihres Steuerberaters geringfügig abweichen. Prüfen Sie Ihren individuellen Kontenplan vor der ersten Buchung und stimmen Sie sich mit Ihrem Steuerberater ab.

Konto 8337: Differenzbesteuerung nach § 25a UStG

Das Konto 8337 im SKR03 ist eines der wichtigsten Konten für den Gebrauchtwagenhandel. Es erfasst alle Erlöse, die unter die Differenzbesteuerung nach § 25a UStG fallen. Das bedeutet: Die Umsatzsteuer wird nicht auf den vollen Verkaufspreis berechnet, sondern nur auf die Handelsspanne (Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis).

Wann kommt Konto 8337 zum Einsatz?

  • Ankauf eines Gebrauchtwagens von einer Privatperson (ohne Vorsteuerabzug)
  • Ankauf von einem Kleinunternehmer (kein Vorsteuerausweis auf der Rechnung)
  • Ankauf aus dem EU-Ausland von einem Händler, der ebenfalls differenzbesteuert verkauft
  • Verkauf des Fahrzeugs ohne gesonderten Umsatzsteuerausweis auf der Rechnung

Entscheidend ist: Auf der Verkaufsrechnung darf bei Differenzbesteuerung keine Umsatzsteuer separat ausgewiesen werden. Stattdessen wird der Hinweis „Gebrauchtgegenstand / Sonderregelung nach § 25a UStG“ vermerkt. Die Steuer ist im Bruttopreis enthalten und wird intern über die Handelsspanne berechnet. Weitere Details zur Buchungstechnik finden Sie in unserem Artikel Differenzbesteuerung buchen.

Rechenbeispiel: Sie kaufen einen Gebrauchtwagen für 8.000 € von privat und verkaufen ihn für 10.500 €. Die Handelsspanne beträgt 2.500 €. Die USt berechnet sich aus der Spanne: 2.500 € / 1,19 × 0,19 = 399,16 € Umsatzsteuer. Der Nettoerlös auf Konto 8337 beträgt 10.100,84 €.

Konto 8400: Regelbesteuerung – der Standard-Erlös

Das Konto 8400 (Erlöse 19 % Umsatzsteuer) ist das Standard-Erlöskonto im SKR03 für alle Verkäufe mit regulärer Umsatzsteuer. Es kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein Fahrzeug nicht differenzbesteuert verkauft wird – also wenn auf der Rechnung 19 % Umsatzsteuer separat ausgewiesen werden.

Typische Fälle für Konto 8400 im Autohandel

  • Neuwagenverkauf an Endkunden oder gewerbliche Käufer
  • Gebrauchtwagenverkauf, wenn das Fahrzeug mit Vorsteuerabzug eingekauft wurde (z. B. von einem Unternehmer mit USt-Ausweis)
  • Werkstattleistungen und Reparaturen
  • Ersatzteil- und Zubehörverkauf

Bei der Buchung auf Konto 8400 wird die Umsatzsteuer automatisch auf dem Konto 1776 (Umsatzsteuer 19 %) erfasst. Der Käufer erhält eine Rechnung mit separat ausgewiesener Umsatzsteuer und kann diese als Vorsteuer geltend machen, sofern er vorsteuerabzugsberechtigt ist.

Konto 3200: Wareneinkauf – Fahrzeuge einkaufen

Das Konto 3200 (Wareneinkauf) ist das zentrale Aufwandskonto für den Einkauf von Handelsware – im Fall des Autohandels also für den Einkauf von Fahrzeugen. Hier werden alle Fahrzeugankäufe gebucht, die zum Wiederverkauf bestimmt sind.

Wichtig ist die Unterscheidung je nach Einkaufssituation:

Einkaufssituation Konto Soll Vorsteuer? Differenzbesteuerung möglich?
Einkauf von Privatperson 3200 Nein Ja
Einkauf von Unternehmer mit USt-Ausweis 3200 Ja (Konto 1576) Nein
Einkauf EU (innergemeinschaftlich) 3400 Reverse Charge Nur bei Diff.-Rechnung
Einkauf Drittland (Import) 3200 Einfuhrumsatzsteuer Ja (unter Bedingungen)

Konten 1360 und 1370: Geldtransit richtig buchen

Die Geldtransitkonten 1360 und 1370 im SKR03 sind für Autohändler besonders wichtig, weil im KFZ-Handel häufig größere Barbeträge bewegt werden. Immer wenn Geld von einem Zahlungsweg auf einen anderen wechselt – etwa von der Kasse zur Bank oder umgekehrt – wird ein Geldtransitkonto benötigt.

Warum Geldtransitkonten?

Zwischen der Barentnahme aus der Kasse und der Gutschrift auf dem Bankkonto vergehen oft ein bis zwei Werktage. Ohne Transitkonto würde dieser Betrag temporär „verschwinden“. Das Geldtransitkonto überbrückt diese Zeitdifferenz und sorgt dafür, dass die Buchhaltung jederzeit korrekt ist.

Buchungssatz für Kasseneinzahlung auf Bank:

  • Schritt 1: Konto 1360 (Geldtransit) an 1000 (Kasse) – Geld verlässt die Kasse
  • Schritt 2: Konto 1200 (Bank) an 1360 (Geldtransit) – Geld kommt auf der Bank an

Am Ende muss das Geldtransitkonto immer auf Null stehen. Ist das nicht der Fall, liegt ein Buchungsfehler oder ein offener Vorgang vor.

Erlöskonten im Detail: Konten 8100–8400

Die Erlöskonten im SKR03 beginnen in der Kontenklasse 8 und bilden alle Umsätze des Unternehmens ab. Für den Autohandel sind folgende Erlöskonten besonders relevant:

Konto Bezeichnung USt-Satz Typische Verwendung
8100 Erlöse 7 % USt 7 % Selten im Autohandel (z. B. Bücher, bestimmte Lieferungen)
8200 Erlöse 19 % USt 19 % Regelbesteuerte Fahrzeug- und Dienstleistungsverkäufe
8337 Erlöse Differenzbesteuerung In Marge enthalten Gebrauchtwagenverkauf nach § 25a UStG
8400 Erlöse 19 % USt 19 % Standard-Erlöskonto, häufig synonym mit 8200 verwendet
8120 Steuerfreie Erlöse § 4 Nr. 1a UStG 0 % Innergemeinschaftliche Lieferung (Fahrzeugexport EU)
8150 Steuerfreie Erlöse (nicht EU) 0 % Fahrzeugexport in Drittländer

Kostenkonten für Autohändler: 4100–4900

Die Kontenklasse 4 im SKR03 umfasst alle betrieblichen Aufwendungen. Für einen Autohandel sind diese Konten besonders relevant, da sie die laufenden Betriebskosten abbilden – von Personalkosten bis zu Werbemaßnahmen.

Konto Bezeichnung Beispiele im Autohandel
4100 Löhne und Gehälter Verkäufer, Werkstattmitarbeiter, Verwaltung
4120 Gehälter Festangestellte Mitarbeiter, Geschäftsführergehalt
4130 Gesetzliche Sozialaufwendungen Arbeitgeberanteil Sozialversicherung
4210 Miete und Nebenkosten Autohausgelände, Ausstellungshalle, Werkstatt
4500 Fahrzeugkosten Betriebsfahrzeuge, Überführungen, Tankkosten
4600 Werbekosten Mobile.de, AutoScout24, Google Ads, Printanzeigen
4650 Bewirtungskosten Kundenveranstaltungen, Geschäftsessen
4900 Sonstige Aufwendungen Software-Lizenzen, Gutachten, TÜV-Gebühren

SKR03 vs. SKR04: Der Vergleich für Autohändler

In der Praxis stellt sich häufig die Frage: SKR03 oder SKR04? Beide Kontenrahmen werden von DATEV bereitgestellt und sind gleichermaßen gültig. Der Hauptunterschied liegt in der Gliederungslogik und der Nummerierung.

Merkmal SKR03 SKR04
Gliederungsprinzip Prozessgliederung (nach Geschäftsablauf) Abschlussgliederung (nach Bilanz und GuV)
Verbreitung Ca. 70 % der Unternehmen Ca. 30 % der Unternehmen
Wareneinkauf Konto 3200 Konto 5200
Erlöse 19 % Konto 8400 Konto 4400
Differenzbesteuerung Konto 8337 Konto 4337
Bank Konto 1200 Konto 1800
Geldtransit Konto 1360 Konto 1460
Vorteil Intuitiver Aufbau nach Geschäftsprozessen Direkte Überleitung in Bilanz/GuV einfacher
Empfehlung Autohandel Bevorzugt – Branchenstandard Möglich, aber weniger verbreitet

Unsere Empfehlung: Wenn Sie als Autohändler noch keinen Kontenrahmen gewählt haben, greifen Sie zum SKR03. Die meisten Steuerberater, Branchensoftware-Anbieter und DATEV-Schnittstellen sind darauf ausgelegt. Ein späterer Wechsel von SKR04 auf SKR03 (oder umgekehrt) ist möglich, aber aufwendig und sollte nur zum Jahreswechsel erfolgen.

Praxisbeispiele: Buchungssätze für den Autohandel im SKR03

Theorie ist wichtig – aber erst die praktischen Buchungsbeispiele machen den SKR03 greifbar. Hier zeigen wir typische Geschäftsvorfälle im Autohandel mit den zugehörigen Buchungssätzen.

Beispiel 1: Fahrzeugankauf von Privatperson

Ein Gebrauchtwagen wird für 12.000 € von einer Privatperson angekauft. Da keine Umsatzsteuer auf der Rechnung ausgewiesen ist, erfolgt der Einkauf ohne Vorsteuerabzug. Das Fahrzeug ist für die Differenzbesteuerung qualifiziert.

Buchungssatz Soll Haben Betrag
Wareneinkauf an Bank 3200 (Wareneinkauf) 1200 (Bank) 12.000,00 €

Es wird keine Vorsteuer gebucht, da die Privatperson keine USt ausweist. Das Fahrzeug wird als Warenbestand erfasst.

Beispiel 2: Verkauf mit Differenzbesteuerung (§ 25a UStG)

Das oben eingekaufte Fahrzeug wird für 15.000 € an einen Privatkunden verkauft. Die Differenzbesteuerung kommt zur Anwendung.

Buchungssatz Soll Haben Betrag
Bank an Erlöse Diff.-Best. 1200 (Bank) 8337 (Erlöse Diff.) 15.000,00 €

Berechnung der Umsatzsteuer aus der Marge:

  • Verkaufspreis: 15.000,00 €
  • Einkaufspreis: 12.000,00 €
  • Handelsspanne (Marge): 3.000,00 €
  • USt aus der Marge: 3.000 € / 1,19 × 0,19 = 478,99 €
  • Bruttogewinn vor Kosten: 3.000,00 € – 478,99 € = 2.521,01 €

Beispiel 3: Fahrzeugverkauf mit Regelbesteuerung

Ein Neufahrzeug wird für 25.000 € netto (29.750 € brutto) an einen gewerblichen Kunden verkauft. Die Umsatzsteuer wird separat ausgewiesen.

Buchungssatz Soll Haben Betrag
Bank an Erlöse + USt 1200 (Bank) 8400 (Erlöse 19 %) 25.000,00 €
1776 (USt 19 %) 4.750,00 €

Beispiel 4: Inzahlungnahme eines Gebrauchtwagens

Die Inzahlungnahme ist einer der häufigsten und gleichzeitig buchhalterisch anspruchsvollsten Vorgänge im Autohandel. Ein Kunde kauft ein Fahrzeug für 20.000 € und gibt sein altes Fahrzeug für 8.000 € in Zahlung. Die Differenz von 12.000 € zahlt er per Überweisung.

Vorgang Soll Haben Betrag
Verkauf Neufahrzeug (Erlös) 1400 (Forderungen) 8400 (Erlöse 19 %) 16.806,72 €
Verkauf Neufahrzeug (USt) 1776 (USt 19 %) 3.193,28 €
Ankauf Gebrauchtwagen 3200 (Wareneinkauf) 1600 (Verbindlichkeiten) 8.000,00 €
Verrechnung Inzahlungnahme 1600 (Verbindlichkeiten) 1400 (Forderungen) 8.000,00 €
Restbetrag per Überweisung 1200 (Bank) 1400 (Forderungen) 12.000,00 €
Wichtig bei der Inzahlungnahme: Prüfen Sie immer, ob das in Zahlung genommene Fahrzeug für die Differenzbesteuerung qualifiziert ist. Das ist nur der Fall, wenn der Kunde eine Privatperson ist oder das Fahrzeug ohne USt-Ausweis liefert. Dokumentieren Sie den Ankaufvorgang sorgfältig – das Finanzamt prüft Inzahlungnahmen besonders genau.

Wie AutoPult automatisch auf SKR03-Konten mappt

Die korrekte Kontierung im SKR03 erfordert Fachwissen und Sorgfalt. Genau hier setzt AutoPult an: Unser Händlermanagementsystem ordnet jeden Geschäftsvorfall automatisch dem richtigen SKR03-Konto zu – ohne dass Sie manuell buchen müssen.

So funktioniert das automatische SKR03-Mapping

  • Fahrzeugankauf erfasst? → AutoPult bucht automatisch auf 3200 (Wareneinkauf) und erkennt, ob Vorsteuer (1576) gebucht werden darf
  • Differenzbesteuerung anwendbar? → Das System prüft die Einkaufsart und bucht den Verkauf auf 8337 statt 8400 – inklusive korrekter Margenberechnung
  • Inzahlungnahme? → AutoPult erzeugt alle notwendigen Buchungssätze automatisch (Erlös, Ankauf, Verrechnung, Restbetrag)
  • Geldtransit? → Zahlungswege werden über 1360/1370 korrekt abgebildet
  • DATEV-Export: Alle Buchungen werden im DATEV-kompatiblen Format exportiert – Ihr Steuerberater kann die Daten direkt einlesen

Zeitersparnis: Autohändler, die mit AutoPult arbeiten, sparen im Schnitt 8–10 Stunden pro Monat bei der Buchhaltung. Das automatische SKR03-Mapping eliminiert manuelle Buchungsfehler und sorgt dafür, dass Ihr Steuerberater immer korrekte Daten erhält. Jetzt die AutoPult Buchhaltung kennenlernen.

Häufige Fehler bei der SKR03-Buchung im Autohandel

Auch erfahrene Buchhalter machen im Autohandel Fehler – besonders bei der Differenzbesteuerung und der Inzahlungnahme. Hier die häufigsten Stolperfallen:

  • Differenz- und Regelbesteuerung vermischt: Ein Fahrzeug, das mit Vorsteuerabzug eingekauft wurde, darf nicht differenzbesteuert verkauft werden – und umgekehrt
  • Fehlender Nachweis für § 25a UStG: Ohne Dokumentation des Einkaufs von privat erkennt das Finanzamt die Differenzbesteuerung nicht an
  • Geldtransitkonto nicht ausgeglichen: Offene Salden auf Konto 1360 deuten auf fehlende Gegenbuchungen hin
  • Vorsteuer bei Privatkauf gebucht: Beim Ankauf von Privatpersonen darf keine Vorsteuer gezogen werden
  • Falsche Erlöskonten: Werkstatterlöse auf dem Fahrzeug-Erlöskonto oder umgekehrt verfälschen die BWA

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen SKR03 und SKR04?

Der SKR03 folgt dem Prozessgliederungsprinzip und ordnet Konten nach dem betrieblichen Ablauf. Der SKR04 folgt dem Abschlussgliederungsprinzip und orientiert sich an der Struktur von Bilanz und GuV. Für den Autohandel ist der SKR03 der verbreitetere Standard, da die meisten Steuerberater und DATEV-Schnittstellen darauf ausgelegt sind.

Welches SKR03-Konto nutze ich für den Gebrauchtwagenverkauf?

Das kommt auf die Besteuerungsart an: Bei Differenzbesteuerung nach § 25a UStG buchen Sie auf Konto 8337. Bei Regelbesteuerung mit ausgewiesener Umsatzsteuer buchen Sie auf Konto 8400 (Erlöse 19 %). Die Wahl hängt davon ab, ob das Fahrzeug mit oder ohne Vorsteuerabzug eingekauft wurde.

Wie buche ich eine Inzahlungnahme im SKR03?

Die Inzahlungnahme erfordert mehrere Buchungssätze: den Verkaufserlös (8400 oder 8337), den Wareneinkauf des in Zahlung genommenen Fahrzeugs (3200), die Verrechnung über Forderungen/Verbindlichkeiten (1400/1600) und den Restbetrag über Bank (1200). AutoPult erzeugt diese Buchungen automatisch.

Kann ich von SKR03 auf SKR04 wechseln?

Ja, ein Wechsel ist möglich, sollte aber ausschließlich zum Jahreswechsel erfolgen. Ihr Steuerberater muss alle Konten ummappen und die Eröffnungsbilanz entsprechend anpassen. Im laufenden Geschäftsjahr ist ein Wechsel nicht empfehlenswert.

Was bedeutet Konto 1360 (Geldtransit) im SKR03?

Das Geldtransitkonto 1360 überbrückt den Zeitraum, in dem Geld zwischen zwei Konten unterwegs ist – zum Beispiel von der Kasse zur Bank. Es muss am Ende immer auf Null stehen. Offene Salden deuten auf fehlende Buchungen hin und sollten zeitnah geklärt werden.

Muss ich als Autohändler den SKR03 verwenden?

Nein, es gibt keine gesetzliche Pflicht, einen bestimmten Kontenrahmen zu nutzen. Allerdings ist der SKR03 der Branchenstandard im deutschen Autohandel und wird von der überwiegenden Mehrheit der Steuerberater und Softwarelösungen unterstützt. Wir empfehlen den SKR03 für maximale Kompatibilität.

Fazit: SKR03 im Autohandel meistern

Der SKR03 Kontenrahmen ist das Fundament einer ordnungsgemäßen Buchführung im Autohandel. Von den Erlöskonten 8337 und 8400 über den Wareneinkauf auf 3200 bis hin zu den Geldtransitkonten 1360/1370 – wer die wichtigsten Konten kennt und korrekt bespielt, schafft die Basis für eine prüfungssichere Buchhaltung und aussagekräftige betriebswirtschaftliche Auswertungen.

Besonders die Differenzbesteuerung und die Inzahlungnahme erfordern Sorgfalt und Fachwissen. Mit einer spezialisierten Lösung wie AutoPult automatisieren Sie das SKR03-Mapping und eliminieren typische Buchungsfehler. So bleibt mehr Zeit für das, was zählt: den erfolgreichen Fahrzeugverkauf.