Wer als Autohändler mehrere Fahrzeuge im Betrieb bewegt, kennt das Problem: Ersatzwagen sind vergeben, Vorführwagen verschwinden im Rücklauf, die HU läuft unbemerkt ab – und das Finanzamt fragt nach dem Fahrtenbuch. Eine professionelle Fuhrparkverwaltung bringt Ordnung in genau dieses Chaos. Dieser Leitfaden zeigt, was zum Fuhrpark eines Autohauses gehört, welche gesetzlichen Pflichten Sie beachten müssen und wie Sie mit digitaler Software den gesamten Prozess effizient steuern.

Was gehört zum Fuhrpark eines Autohauses?

Der Begriff Fuhrpark umfasst im Autohandel weit mehr als nur die Handelsware. Es geht um alle Fahrzeuge, die betrieblich genutzt werden und nicht primär zum Verkauf stehen. Für eine saubere Fuhrparkverwaltung müssen Sie diese Kategorien klar trennen – steuerlich, versicherungstechnisch und organisatorisch.

Die vier Fahrzeugkategorien im Überblick

Kategorie Beschreibung Typische Anzahl Steuerliche Besonderheit
Ersatzwagen Leihfahrzeuge für Kunden während Werkstattaufenthalt 3–10 pro Betrieb Vorsteuerabzug, keine Privatnutzung
Vorführwagen Fahrzeuge für Probefahrten und Kundenpräsentationen 2–8 pro Betrieb Sonderabschreibung, Umwidmung möglich
Werkstattwagen Hol-/Bringservice, Ersatzteilbeschaffung, Pannenhilfe 1–3 pro Betrieb 1 %-Regelung oder Fahrtenbuch
Dienstwagen Fahrzeuge für Geschäftsführung und Außendienst 1–4 pro Betrieb 1 %-Regelung oder Fahrtenbuch

Gut zu wissen: Die korrekte Zuordnung eines Fahrzeugs zur jeweiligen Kategorie hat direkte Auswirkungen auf die steuerliche Behandlung. Ein Vorführwagen, der regelmäßig privat genutzt wird, muss anders versteuert werden als ein reiner Ersatzwagen. Dokumentieren Sie jede Umwidmung schriftlich und mit Datum.

Gesetzliche Pflichten bei der Fuhrparkverwaltung

Die Fuhrparkverwaltung im Autohaus ist kein optionales Nice-to-have – es gibt handfeste rechtliche Anforderungen, deren Missachtung teuer werden kann. Von der Versicherungspflicht über die Hauptuntersuchung bis hin zur korrekten steuerlichen Erfassung: Als Halter tragen Sie die volle Verantwortung.

Versicherung: Pflicht und Fallstricke

Jedes zugelassene Fahrzeug in Ihrem Fuhrpark benötigt mindestens eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Für Autohäuser gelten dabei besondere Regelungen:

  • Händlerkennzeichen (rote Nummern): Decken Überführungs-, Probe- und Vorführfahrten ab – aber nicht den dauerhaften Einsatz als Ersatzwagen
  • Kurzzeitkennzeichen: Für einzelne Überführungen, maximal 5 Tage gültig
  • Reguläre Zulassung: Pflicht für Ersatzwagen, Werkstattwagen und Dienstwagen im täglichen Einsatz
  • Vollkasko für Vorführwagen: Dringend empfohlen, da Probefahrtkunden ein erhöhtes Schadensrisiko darstellen
  • Selbstbeteiligung prüfen: Bei Ersatzwagen klären, wer im Schadensfall zahlt – Kunde oder Betrieb

HU/AU: Fristen im Griff behalten

Für jeden zugelassenen Fuhrpark-Wagen gelten die regulären HU/AU-Intervalle (in der Regel alle 24 Monate, bei Neuwagen erstmals nach 36 Monaten). Das Problem in der Praxis: Bei einem Dutzend Fahrzeugen verliert man schnell den Überblick.

Achtung: Wird ein Fahrzeug mit abgelaufener HU im öffentlichen Straßenverkehr bewegt, drohen Bußgelder ab 15 € (bis zu 2 Monate überzogen) bis 60 € plus 1 Punkt in Flensburg (über 8 Monate). Bei einem Unfall kann die Versicherung die Leistung kürzen. Als Autohändler ist eine abgelaufene HU zudem ein Reputationsrisiko.

Fahrtenbuch vs. 1 %-Regelung

Bei Fahrzeugen mit gemischter Nutzung (betrieblich und privat) haben Sie zwei Möglichkeiten:

Kriterium Fahrtenbuch 1 %-Regelung
Aufwand Hoch – jede Fahrt muss dokumentiert werden Gering – pauschale Versteuerung
Steuerliche Belastung Individuell, oft günstiger bei geringer Privatnutzung 1 % des Bruttolistenpreises pro Monat
Voraussetzung Lückenlose, zeitnahe Dokumentation Keine besonderen Anforderungen
Empfehlung Bei Privatanteil unter 30 % Bei Privatanteil über 30 % oder geringem Listenpreis
Finanzamtsprüfung Strenge Anforderungen an Vollständigkeit Kaum Prüfungsrisiko

Praxis-Tipp: Ein digitales Fahrtenbuch, das GPS-Daten automatisch erfasst und mit der Fuhrpark-Software synchronisiert, reduziert den Dokumentationsaufwand um bis zu 90 %. So wird das Fahrtenbuch auch bei 10+ Fahrzeugen handhabbar.

Ersatzwagen-Management: Verfügbarkeit, Ausgabe und Rücknahme

Ersatzwagen sind das Herzstück der Fuhrparkverwaltung im Autohaus. Kunden erwarten Mobilität während der Werkstattzeit – und Sie brauchen einen reibungslosen Prozess, um Fahrzeuge schnell auszugeben, sauber zurückzunehmen und Schäden lückenlos zu dokumentieren. Wenn Sie sich gerade erst selbstständig machen, hilft unser Guide zum Autohandel eröffnen bei den Grundlagen.

Verfügbarkeit sicherstellen

Der häufigste Fehler: Zu wenige Ersatzwagen für zu viele Werkstattaufträge. Die Folge sind verärgerte Kunden und verlorene Aufträge. Berechnen Sie Ihren Bedarf anhand dieser Faustformel:

1

Werkstattaufträge zählen

Ermitteln Sie die durchschnittliche Anzahl gleichzeitiger Werkstattaufträge pro Tag aus Ihrer Werkstatt-Software.

2

Ersatzwagen-Quote bestimmen

Erfahrungswert: 40–60 % der Werkstattkunden benötigen einen Ersatzwagen. Bei Markenwerkstätten liegt die Quote höher.

3

Puffer einplanen

Rechnen Sie 20 % Puffer für Spitzenzeiten, Verlängerungen und unvorhergesehene Reparaturen ein.

4

Saisonalität berücksichtigen

Reifenwechsel-Saison und Urlaubszeit erzeugen Bedarfsspitzen. Planen Sie saisonale Anpassungen ein.

Übergabeprotokoll: Pflicht bei jeder Ausgabe und Rücknahme

Ein lückenloses Übergabeprotokoll schützt Sie vor unberechtigten Schadensforderungen und stellt Transparenz gegenüber dem Kunden sicher. Folgende Punkte muss das Protokoll enthalten:

  • Fahrzeugdaten: Kennzeichen, Modell, Kilometerstand bei Ausgabe und Rücknahme
  • Zustandsdokumentation: Vorhandene Schäden mit Fotos und Markierung auf der Fahrzeugskizze
  • Tankstand: Bei Ausgabe und Rücknahme dokumentieren (Fotobeweis)
  • Persönliche Daten: Name, Führerscheinnummer, Unterschrift des Kunden
  • Versicherungshinweis: Selbstbeteiligung im Schadensfall, Geltungsbereich, Ausschlüsse
  • Rückgabedatum: Vereinbartes Datum und Konsequenzen bei Überschreitung

Schadensdokumentation bei Rückgabe

Bei der Rücknahme eines Ersatzwagens sollte die Schadensprüfung systematisch erfolgen. Ein digitaler Workflow spart Zeit und schafft rechtssichere Nachweise:

  • Rundgang mit Checkliste: Alle Fahrzeugseiten, Dach, Felgen und Innenraum prüfen
  • Fotodokumentation: Neue Schäden sofort mit Zeitstempel fotografieren
  • Vergleich mit Ausgabeprotokoll: Nur Abweichungen zum dokumentierten Ausgangszustand gelten als neue Schäden
  • Sofortige Gegenzeichnung: Kunde bestätigt den Rückgabezustand per Unterschrift
  • Schadensweiterleitung: Automatische Benachrichtigung an Buchhaltung und Versicherung

AutoPult-Vorteil: Das Fuhrpark-Modul von AutoPult generiert digitale Übergabeprotokolle, die der Kunde direkt auf dem Tablet unterschreibt. Fotos werden automatisch mit GPS-Koordinaten und Zeitstempel verknüpft. Bei der Rückgabe erkennt das System Abweichungen zum Ausgangszustand und erstellt bei Bedarf automatisch einen Schadensvorgang.

Vorführwagen: Steuerliche Behandlung und Umwidmung

Vorführwagen (Demo Cars) nehmen im Fuhrpark eine Sonderstellung ein: Sie werden betrieblich genutzt, aber letztlich als Gebrauchtwagen verkauft. Diese Doppelfunktion erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der steuerlichen Behandlung und der Fahrzeugbewertung.

Steuerliche Besonderheiten von Vorführwagen

Aspekt Regelung Hinweis für die Praxis
Vorsteuerabzug Voll abzugsfähig bei ausschließlich betrieblicher Nutzung Privatnutzung durch Mitarbeiter muss separat versteuert werden
Abschreibung (AfA) Nutzungsdauer 6 Jahre, lineare AfA üblich Sonderabschreibung nach § 7g EStG für kleine Betriebe möglich
Umsatzsteuer beim Verkauf Regelbesteuerung (19 % USt) – keine Differenzbesteuerung Gilt auch nach Umwidmung zum Gebrauchtwagen
Bewertung im Anlagevermögen Anschaffungskosten abzüglich AfA und Wertminderung Regelmäßige Marktbewertung empfohlen

Abschreibung richtig berechnen

Der Wertverlust von Vorführwagen ist in den ersten Monaten besonders hoch. Ein Neufahrzeug mit einem Listenpreis von 40.000 € netto verliert typischerweise:

  • Nach 3 Monaten: 15–20 % Wertverlust (ca. 6.000–8.000 €)
  • Nach 6 Monaten: 20–30 % Wertverlust (ca. 8.000–12.000 €)
  • Nach 12 Monaten: 30–40 % Wertverlust (ca. 12.000–16.000 €)
Achtung: Vorführwagen, die länger als 12 Monate im Betrieb bleiben, verlieren überproportional an Wert und binden Kapital. Planen Sie den Verkaufszeitpunkt frühzeitig – idealerweise nach 4–6 Monaten oder spätestens bei 10.000 km Laufleistung.

Umwidmung zum Gebrauchtwagen

Wenn ein Vorführwagen in den Verkauf überführt wird, muss die Umwidmung korrekt dokumentiert werden:

1

Entscheidung und Dokumentation

Umwidmungsdatum festlegen und schriftlich dokumentieren. Das Fahrzeug wird vom Anlagevermögen ins Umlaufvermögen überführt.

2

Buchwert ermitteln

Anschaffungskosten abzüglich bisheriger AfA und ggf. Teilwertabschreibung. Der Buchwert wird als Wareneinsatz gebucht.

3

Marktwert bestimmen

Aktuellen Marktwert über DAT/Schwacke ermitteln. Liegt der Marktwert unter dem Buchwert, ist eine zusätzliche Abschreibung nötig.

4

Verkaufspreis festlegen

Wettbewerbsanalyse und Zustandsbewertung. Regelbesteuerung beachten – keine Differenzbesteuerung bei Vorführwagen.

5

Inserat erstellen

Fahrzeug in der Fahrzeugverwaltung als Gebrauchtwagen listen und auf Portalen veröffentlichen.

Tipp zur Buchhaltung: Die Buchhaltungs-Integration von AutoPult übernimmt die Umbuchung vom Anlage- ins Umlaufvermögen automatisch und berechnet den korrekten Buchwert zum Umwidmungszeitpunkt. So vermeiden Sie Fehler bei der nächsten Betriebsprüfung.

Kostentracking: Jedes Fahrzeug im Blick

Eine professionelle Fuhrparkverwaltung steht und fällt mit der lückenlosen Erfassung aller fahrzeugbezogenen Kosten. Nur so können Sie fundierte Entscheidungen über Haltedauer, Ausmusterung und Neuanschaffung treffen.

Welche Kosten müssen erfasst werden?

Kostenkategorie Beispiele Typischer Anteil
Fixkosten Versicherung, Kfz-Steuer, Leasing-/Finanzierungsrate 50–60 %
Betriebskosten Kraftstoff, Strom (E-Fahrzeuge), AdBlue 15–25 %
Wartung/Reparatur Inspektionen, Verschleißteile, Reifenwechsel, HU/AU 10–20 %
Verwaltungskosten Zulassung, Umschreibung, Fahrzeugpflege 5–10 %
Wertverlust Abschreibung bzw. Wertminderung über Haltedauer Variabel, bei Vorführwagen signifikant

Kosten pro Kilometer berechnen

Die aussagekräftigste Kennzahl in der Fuhrparkverwaltung ist der Gesamtkosten-pro-Kilometer-Wert (Total Cost per km). Er ermöglicht den direkten Vergleich zwischen verschiedenen Fahrzeugen und Fahrzeugtypen:

  • Formel: (Fixkosten + Betriebskosten + Wartung + Verwaltung) ÷ gefahrene Kilometer
  • Benchmark Ersatzwagen: 0,25–0,40 €/km gelten als wirtschaftlich
  • Benchmark Dienstwagen: 0,35–0,55 €/km je nach Fahrzeugklasse
  • Alarmschwelle: Überschreitet ein Fahrzeug die Benchmark um mehr als 20 %, sollte eine Ausmusterung geprüft werden

Wartungsplanung und Fristenmanagement

Im Fuhrpark eines Autohauses laufen zahlreiche Fristen parallel: HU/AU-Termine, Inspektionsintervalle, Reifenwechsel, Leasingrückgaben und Versicherungsverlängerungen. Wer hier den Überblick verliert, riskiert Bußgelder, Ausfallzeiten und unnötige Kosten.

Automatisches Fristenmanagement einrichten

  • HU/AU-Erinnerung: Automatische Benachrichtigung 8 Wochen vor Ablauf – genug Vorlauf für Terminplanung
  • Inspektionsintervalle: Kilometerbasiert oder zeitbasiert, je nach Herstellervorgabe
  • Reifenwechsel: Saisonale Erinnerung plus Profiltiefenmessung bei jeder Rücknahme
  • Versicherungsfristen: Rechtzeitig vor Verlängerung vergleichen und ggf. wechseln
  • Leasingrückgabe: 3 Monate vor Ende: Zustandsbewertung, Rückgabeinspektion, Nachfolgefahrzeug bestellen

Aus der Praxis: Ein Autohaus mit 8 Fuhrpark-Fahrzeugen hat im Schnitt 30–40 aktive Fristen gleichzeitig. Manuelles Tracking per Excel oder Wandkalender ist fehleranfällig. Eine digitale Fuhrparkverwaltung mit automatischen Erinnerungen reduziert versäumte Fristen auf nahezu null.

Digitales Fahrtenbuch: So funktioniert es

Ein digitales Fahrtenbuch ersetzt die fehleranfällige manuelle Dokumentation durch automatisierte Erfassung. Für Autohäuser mit mehreren Fahrzeugen, die zwischen betrieblicher und privater Nutzung wechseln, ist es ein entscheidendes Werkzeug der Fuhrparkverwaltung.

Anforderungen des Finanzamts

Das Finanzamt stellt strenge Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch. Werden diese nicht erfüllt, wird das gesamte Fahrtenbuch verworfen und die 1 %-Regelung greift rückwirkend:

  • Zeitnah geführt: Einträge müssen zeitnah nach jeder Fahrt erfolgen – nicht erst am Monatsende
  • Lückenlos: Jede Fahrt muss dokumentiert sein, auch Privatfahrten
  • Manipulationssicher: Nachträgliche Änderungen müssen erkennbar sein (bei digitalem Fahrtenbuch: Audit-Log)
  • Pflichtangaben pro Fahrt: Datum, Kilometerstand (Start/Ende), Reiseziel, Reisezweck, aufgesuchter Geschäftspartner
  • Trennung der Fahrttypen: Betriebsfahrt, Privatfahrt, Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

GPS-basiertes Fahrtenbuch in der Praxis

Moderne GPS-Tracker erfassen Fahrten automatisch und übertragen die Daten an die Fuhrpark-Software. Der Fahrer muss lediglich den Fahrttyp klassifizieren und bei Geschäftsfahrten den Zweck ergänzen. Die Vorteile im Überblick:

  • Automatische Kilometererfassung: Kein manuelles Ablesen mehr, keine Zahlendreher
  • Route wird aufgezeichnet: Plausibilitätsprüfung durch das Finanzamt wird deutlich einfacher
  • Erinnerung bei fehlender Klassifizierung: App benachrichtigt den Fahrer, wenn eine Fahrt noch nicht zugeordnet ist
  • Export für den Steuerberater: Jahresauswertung per Knopfdruck im finanzamtkonformen Format

Fleet Analytics: Datenbasiert entscheiden

Eine moderne Fuhrparkverwaltung liefert nicht nur Stammdaten und Fristen, sondern echte Analysen. Wer seine Flotte datenbasiert steuert, senkt Kosten und steigert die Verfügbarkeit – zwei Faktoren, die direkt auf den Gewinn wirken.

Die wichtigsten Fuhrpark-Kennzahlen (KPIs)

KPI Berechnung Zielwert
Auslastungsquote Tage im Einsatz ÷ verfügbare Tage × 100 Ersatzwagen: 60–80 %
Kosten pro Kilometer Gesamtkosten ÷ gefahrene km Unter 0,40 €/km
Verfügbarkeitsrate Einsatzbereite Fahrzeuge ÷ Gesamtflotte × 100 Über 90 %
Schadensquote Schadensfälle ÷ Ausgaben gesamt × 100 Unter 10 %
Durchschnittliche Standzeit Tage zwischen Rückgabe und nächster Ausgabe Unter 2 Tage

Auslastungsanalyse richtig nutzen

Die Auslastungsquote ist die zentrale Steuerungsgröße für Ihre Ersatzwagen-Flotte. Liegt sie dauerhaft unter 50 %, binden Sie zu viel Kapital in ungenutzten Fahrzeugen. Liegt sie über 90 %, fehlt Ihnen der Puffer für Spitzenzeiten.

  • Wöchentliche Auswertung: Auslastung pro Fahrzeug und Wochentag analysieren
  • Saisonale Trends erkennen: Bedarfsspitzen identifizieren und Flotte anpassen
  • Unterauslastung abbauen: Fahrzeuge mit konstant niedriger Auslastung aumustern oder umwidmen
  • Kosten/km-Vergleich: Fahrzeuge gleicher Kategorie vergleichen, um Ausreißer zu erkennen
Wichtig: Kennzahlen allein sind wertlos, wenn sie nicht regelmäßig ausgewertet und in Maßnahmen überführt werden. Etablieren Sie ein monatliches Fuhrpark-Review, bei dem Sie die KPIs mit Ihrem Team besprechen und Optimierungen ableiten.

Wie AutoPult die Fuhrparkverwaltung digitalisiert

AutoPult bietet ein integriertes Fuhrpark-Modul, das speziell für die Anforderungen von Autohäusern und Kfz-Betrieben entwickelt wurde. Der entscheidende Vorteil: Die Fuhrparkverwaltung ist kein isoliertes Tool, sondern nahtlos mit der Fahrzeugverwaltung, der Werkstattplanung und der Buchhaltung verzahnt.

Funktionsumfang im Überblick

  • Digitale Fahrzeugakte: Alle Stammdaten, Dokumente, Versicherungspolicen und Fotos an einem Ort
  • Ersatzwagen-Disposition: Echtzeit-Verfügbarkeitsanzeige, Reservierung und Ausgabe in wenigen Klicks
  • Digitales Übergabeprotokoll: Tablet-basiert mit Fotodokumentation und digitaler Unterschrift
  • Automatisches Fristenmanagement: HU/AU, Inspektionen, Versicherungen und Leasingende im Blick
  • GPS-Fahrtenbuch-Integration: Automatische Fahrtenerfassung, finanzamtkonformer Export
  • Kostentracking pro Fahrzeug: Alle Ausgaben erfassen, Kosten/km automatisch berechnen
  • Fleet-Analytics-Dashboard: Auslastung, Kosten, Schadensquoten und Trends auf einen Blick
  • Nahtlose Umwidmung: Vorführwagen per Klick in den Verkaufsbestand überführen – Buchung erfolgt automatisch

Integration mit anderen AutoPult-Modulen

1

Werkstatt-Anbindung

Wird ein Werkstattauftrag angelegt, schlägt AutoPult automatisch einen verfügbaren Ersatzwagen vor und reserviert ihn.

2

Fahrzeugverwaltung

Bei der Umwidmung eines Vorführwagens erscheint das Fahrzeug automatisch im Verkaufsbestand mit allen Daten und Fotos.

3

Buchhaltung

Fuhrpark-Kosten werden automatisch den richtigen Konten zugeordnet. Die Umbuchung bei Umwidmung erfolgt regelkonform.

4

Reporting

Das zentrale Dashboard vereint Fuhrpark-KPIs mit Werkstatt-Auslastung und Verkaufszahlen für eine ganzheitliche Betriebsanalyse.

Checkliste: Fuhrparkverwaltung im Autohaus optimieren

Nutzen Sie diese Checkliste, um Ihre Fuhrparkverwaltung Schritt für Schritt auf ein professionelles Niveau zu heben:

  • Fahrzeugkategorien definieren: Ersatzwagen, Vorführwagen, Werkstattwagen und Dienstwagen klar trennen
  • Versicherungsschutz prüfen: Jedes Fahrzeug korrekt versichert? Rote Nummern vs. reguläre Zulassung geklärt?
  • HU/AU-Fristen digitalisieren: Automatische Erinnerungen statt Wandkalender
  • Fahrtenbuch oder 1 %-Regelung wählen: Pro Fahrzeug die steuerlich günstigere Variante berechnen
  • Übergabeprotokoll standardisieren: Digitales Protokoll mit Fotos und Unterschrift einführen
  • Kostenerfassung pro Fahrzeug starten: Alle Kosten lückenlos einem Fahrzeug zuordnen
  • KPIs definieren und messen: Auslastung, Kosten/km, Schadensquote monatlich auswerten
  • Vorführwagen-Rotation planen: Haltedauer auf 4–6 Monate begrenzen, Umwidmung rechtzeitig einleiten
  • Digitale Fuhrpark-Software einführen: Excel ablösen, Prozesse automatisieren, Daten zentralisieren
  • Monatliches Review etablieren: KPIs besprechen, Optimierungen ableiten, Budget anpassen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was versteht man unter Fuhrparkverwaltung im Autohaus?

Fuhrparkverwaltung umfasst die Organisation, Überwachung und Optimierung aller betrieblich genutzten Fahrzeuge eines Autohauses – von Ersatzwagen über Vorführwagen bis hin zu Dienstwagen. Dazu gehören Aufgaben wie Verfügbarkeitsplanung, Kostenkontrolle, Fristenmanagement (HU/AU, Versicherung), Schadensdokumentation und steuerliche Dokumentation (Fahrtenbuch).

Wie viele Ersatzwagen braucht ein Autohaus?

Als Faustregel gilt: 40–60 % der durchschnittlichen gleichzeitigen Werkstattaufträge, plus 20 % Puffer. Ein Betrieb mit 10 parallelen Werkstattaufträgen benötigt also 5–8 Ersatzwagen. Die genaue Zahl hängt von Kundenstruktur, Reparaturdauer und saisonalen Schwankungen ab.

Ist ein Fahrtenbuch für Fuhrpark-Fahrzeuge Pflicht?

Ein Fahrtenbuch ist nicht grundsätzlich Pflicht. Allerdings müssen Fahrzeuge mit gemischter Nutzung (betrieblich und privat) entweder per Fahrtenbuch oder per 1 %-Regelung versteuert werden. Reine Ersatzwagen ohne Privatnutzung benötigen kein Fahrtenbuch. Bei Dienstwagen und Werkstattwagen, die auch privat genutzt werden, ist die Wahl der Methode steuerlich relevant.

Was muss in einem Übergabeprotokoll für Ersatzwagen stehen?

Ein rechtssicheres Übergabeprotokoll enthält: Fahrzeugdaten (Kennzeichen, Modell, km-Stand), Zustandsdokumentation mit Fotos, Tankstand, persönliche Daten und Führerscheinnummer des Kunden, Versicherungshinweise inklusive Selbstbeteiligung, vereinbartes Rückgabedatum und die Unterschrift beider Parteien.

Wie wird ein Vorführwagen steuerlich behandelt?

Vorführwagen werden als Anlagevermögen geführt und über 6 Jahre linear abgeschrieben. Der Vorsteuerabzug ist bei ausschließlich betrieblicher Nutzung voll möglich. Beim späteren Verkauf greift die Regelbesteuerung (19 % USt) – eine Differenzbesteuerung ist nicht zulässig. Bei der Umwidmung zum Gebrauchtwagen erfolgt die Umbuchung vom Anlage- ins Umlaufvermögen.

Welche Software eignet sich für die Fuhrparkverwaltung im Autohandel?

Spezialisierte Autohandels-Software wie AutoPult bietet integrierte Fuhrpark-Module, die alle Anforderungen abdecken: Verfügbarkeitsplanung, digitale Übergabeprotokolle, Fristenmanagement, Kostentracking, Fahrtenbuch-Integration und Fleet Analytics. Der Vorteil gegenüber generischen Fuhrpark-Tools: Die nahtlose Verzahnung mit Fahrzeugverwaltung, Werkstatt und Buchhaltung.