Der DATEV Export ist die zentrale Brücke zwischen Ihrer Händlersoftware und dem Steuerberater. Wer im Autohandel Fahrzeuge verkauft, Rechnungen schreibt und Belege verwaltet, muss diese Daten früher oder später in die Buchhaltung überführen – und genau hier kommt der DATEV Export ins Spiel. Statt Buchungssätze manuell zu erfassen oder Excel-Listen hin- und herzuschicken, übertragen Sie mit einer sauber eingerichteten DATEV-Schnittstelle alle Buchungsdaten automatisch an Ihren Steuerberater.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, was DATEV genau ist, welche Exportformate es gibt, welche Daten übertragen werden und wie Sie die Schnittstelle Schritt für Schritt einrichten. Außerdem klären wir typische Fehlerquellen, den Unterschied zwischen SKR03 und SKR04 sowie die Besonderheiten bei der Differenzbesteuerung nach §25a UStG.

Auf einen Blick: Mit dem DATEV Export übertragen Sie Buchungsstapel, Debitoren- und Kreditorenstammdaten sowie Sachkontenbuchungen direkt aus Ihrer Händlersoftware an DATEV. Die AutoPult DATEV-Schnittstelle ermöglicht den Export per Klick – inklusive Belegbilder und korrekter Steuerschlüssel für den Fahrzeughandel.

Was ist DATEV? – Die Buchhaltungssoftware der Steuerberater

DATEV eG ist eine Genossenschaft mit Sitz in Nürnberg und der mit Abstand führende Softwareanbieter für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte in Deutschland. Rund 90 % aller Steuerberatungskanzleien arbeiten mit DATEV-Produkten – von der Finanzbuchhaltung über die Lohnabrechnung bis zur Steuererklärung.

Die wichtigsten DATEV-Produkte für die Buchhaltung im Autohaus:

  • DATEV Kanzlei-Rechnungswesen – die klassische Finanzbuchhaltungssoftware, mit der Ihr Steuerberater Ihre Buchungen verarbeitet
  • DATEV Unternehmen online (DUO) – die Cloud-Plattform für den digitalen Belegaustausch zwischen Mandant und Kanzlei
  • DATEV Belegbilderservice – automatische Verknüpfung von Rechnungsscans mit den zugehörigen Buchungssätzen
  • DATEV SmartTransfer – elektronischer Rechnungsversand und -empfang im ZUGFeRD- oder XRechnung-Format

Für Sie als Autohändler bedeutet das: Wenn Ihr Steuerberater mit DATEV arbeitet – und das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall – dann ist der DATEV Export aus Ihrer Buchhaltungssoftware der schnellste und sicherste Weg, Ihre Geschäftsvorfälle in die Kanzlei zu übermitteln.

DATEV Exportformate im Überblick

Nicht jeder DATEV Export ist gleich. Je nach Software und Anwendungsfall kommen unterschiedliche Formate zum Einsatz. Die beiden wichtigsten Formate für den Autohandel sind das ASCII/CSV-Format und DATEV XML online.

Format Beschreibung Einsatzbereich Vorteile
DATEV ASCII/CSV Klassisches Textformat mit fester Feldstruktur (Header + Datensätze) Buchungsstapel, Debitoren/Kreditoren, Sachkonten Universell kompatibel, von fast jeder Software unterstützt
DATEV XML online XML-basiertes Format für DATEV Unternehmen online Belegbilder mit Buchungsdaten, digitaler Belegaustausch Belegbild + Buchungssatz in einem Paket, Cloud-fähig
DATEV-Format (Postversandformat) Älteres Binärformat für den physischen Datenträgeraustausch Legacy-Systeme, historische Datenübergabe Wird kaum noch genutzt, abgelöst durch ASCII/CSV

DATEV ASCII/CSV-Format – Der Standard für Buchungsexporte

Das DATEV ASCII/CSV-Format ist das am weitesten verbreitete Exportformat und wird von den meisten Händlersoftware-Lösungen unterstützt. Die Datei besteht aus einem Header-Bereich (mit Mandanteninformationen, Wirtschaftsjahr und Kontenrahmen) und den eigentlichen Buchungssätzen als kommaseparierte Werte.

Ein typischer DATEV-Export im ASCII-Format erzeugt mehrere Dateien:

  • EXTF_Buchungsstapel.csv – alle Buchungssätze des Exportzeitraums
  • EXTF_Kontenbeschriftungen.csv – individuelle Kontennamen und Zuordnungen
  • EXTF_Debitoren_Kreditoren.csv – Stammdaten der Geschäftspartner (Kunden und Lieferanten)

Der Header jeder Datei enthält die sogenannte DATEV-Header-Zeile mit Informationen wie dem Formatnamen (EXTF), der Versionsnummer, der Beraternummer, der Mandantennummer, dem Wirtschaftsjahr und dem Kontenrahmen (SKR03 oder SKR04).

DATEV XML online – Belegbilder digital übertragen

Mit DATEV XML online gehen Sie einen Schritt weiter: Hier werden nicht nur die Buchungssätze exportiert, sondern gleichzeitig die zugehörigen Belegbilder (Rechnungen, Gutschriften, Kassenbons) als PDF oder Bilddatei übermittelt. Der Steuerberater erhält so ein vollständiges Paket aus Buchung und Beleg – direkt in DATEV Unternehmen online.

Dieses Format eignet sich besonders für den laufenden Belegaustausch und erspart den physischen Belegversand per Post oder den Upload einzelner Scans.

Welche Daten werden beim DATEV Export übertragen?

Ein vollständiger DATEV Export aus dem Autohandel umfasst verschiedene Datenbereiche. Jeder Bereich wird in einer eigenen Datei oder einem eigenen Abschnitt exportiert.

Buchungsstapel – Das Herzstück des Exports

Der Buchungsstapel enthält alle Geschäftsvorfälle eines bestimmten Zeitraums als einzelne Buchungssätze. Jeder Satz besteht aus:

  • Umsatz (Betrag) – der gebuchte Brutto- oder Nettobetrag
  • Soll-/Haben-Kennzeichen – S für Soll, H für Haben
  • Konto und Gegenkonto – z. B. 8400 (Erlöse 19 %) und 10000 (Debitor)
  • Belegdatum – das Datum des Geschäftsvorfalls
  • Belegnummer – die Rechnungs- oder Belegnummer
  • Buchungstext – z. B. „RE 2024-0815 BMW 320d“
  • Steuerschlüssel (BU-Schlüssel) – bestimmt den Steuersatz und die Steuerart
  • Kostenstelle / Kostenträger – optional, für die Kostenrechnung

Debitoren und Kreditoren – Stammdaten der Geschäftspartner

Neben den Buchungssätzen exportiert die DATEV-Schnittstelle auch die Stammdaten Ihrer Kunden (Debitoren) und Lieferanten (Kreditoren). Diese umfassen Name, Adresse, USt-IdNr., Zahlungsbedingungen und die zugewiesene Kontonummer im Kontenrahmen.

Im Autohandel sind typische Debitoren die Fahrzeugkäufer, Werkstattkunden und Leasinggesellschaften. Kreditoren sind unter anderem Fahrzeuglieferanten, Teilehändler, Versicherungen und Remarketing-Plattformen.

Sachkonten – Die Kontenstruktur

Der Export der Sachkonten stellt sicher, dass die Kontenstruktur in DATEV mit der Struktur in Ihrer Händlersoftware übereinstimmt. Individuelle Kontenbezeichnungen und Ergänzungen zum Standardkontenrahmen werden dabei berücksichtigt.

SKR03 vs. SKR04: Den richtigen Kontenrahmen wählen

Bevor Sie den DATEV Export einrichten, müssen Sie wissen, welchen Kontenrahmen Ihr Steuerberater verwendet. In Deutschland sind zwei Standardkontenrahmen verbreitet:

Kriterium SKR03 SKR04
Gliederung Nach Prozessbereichen (Aufwand, Erlöse, etc.) Nach Bilanzpositionen (Aktiva, Passiva, GuV)
Verbreitung Am häufigsten im Mittelstand und Autohandel Häufiger bei größeren Unternehmen und Kapitalgesellschaften
Erlöse 19 % Konto 8400 Konto 4400
Erlöse 7 % Konto 8300 Konto 4300
Erlöse §25a (Differenzbesteuerung) Konto 8200 (Variante) Konto 4200 (Variante)
Wareneingang Konto 3200–3400 Konto 5200–5400
Debitorenbereich 10000–69999 10000–69999
Kreditorenbereich 70000–99999 70000–99999

Im Autohandel ist der SKR03 der mit Abstand häufigste Kontenrahmen. Die Kontenstruktur ist für den Mittelstand optimiert und wird von den meisten Steuerberatern im Kfz-Bereich standardmäßig eingesetzt. Klären Sie den Kontenrahmen vor der Einrichtung des DATEV Exports mit Ihrem Steuerberater ab – eine nachträgliche Umstellung ist aufwendig.

DATEV Export einrichten – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Einrichtung einer DATEV-Schnittstelle folgt einem klaren Ablauf. Unabhängig davon, ob Sie AutoPult oder eine andere Händlersoftware einsetzen, sind die folgenden Schritte erforderlich:

1

Stammdaten beim Steuerberater erfragen

Holen Sie sich die DATEV-Beraternummer (5-stellig), die Mandantennummer (bis 5-stellig), den verwendeten Kontenrahmen (SKR03 oder SKR04), das Wirtschaftsjahr (Beginn und Ende) sowie die Kontenlänge für Sachkonten (in der Regel 4-stellig) und Personenkonten (in der Regel 5-stellig).

2

Kontenzuordnung prüfen

Gleichen Sie die Erlös- und Aufwandskonten Ihrer Händlersoftware mit dem Kontenplan des Steuerberaters ab. Im Autohandel sind insbesondere die Konten für Fahrzeugerlöse, Teileerlöse, Werkstatterlöse, Differenzbesteuerung §25a und Wareneingang Fahrzeuge relevant.

3

Steuerschlüssel konfigurieren

Ordnen Sie die BU-Schlüssel (Buchungsschlüssel) den jeweiligen Steuersätzen und Steuerarten zu. Für den Autohandel sind neben den Standard-Steuerschlüsseln vor allem die Schlüssel für die Differenzbesteuerung (§25a UStG) und innergemeinschaftliche Lieferungen relevant.

4

Debitoren- und Kreditorennummern abstimmen

Legen Sie den Nummernkreis für Debitoren (z. B. 10000–69999) und Kreditoren (z. B. 70000–99999) fest. Stellen Sie sicher, dass die Nummern in Ihrer Software mit den Nummern in DATEV übereinstimmen, um Dubletten zu vermeiden.

5

Testexport durchführen

Exportieren Sie einen Probezeitraum (z. B. einen einzelnen Monat) und senden Sie die Datei an Ihren Steuerberater zur Prüfung. Der Steuerberater importiert die Daten in DATEV und gibt Rückmeldung zu Fehlern oder fehlenden Zuordnungen.

6

Korrekturen einarbeiten und produktiv gehen

Nach der Freigabe durch den Steuerberater können Sie den DATEV Export regelmäßig – monatlich oder sogar laufend – nutzen. Etablieren Sie einen festen Rhythmus für den Datenexport und die Belegübergabe.

Praxistipp: Planen Sie für die Ersteinrichtung der DATEV-Schnittstelle ein gemeinsames Gespräch mit Ihrem Steuerberater ein. Viele Fehler im DATEV Export entstehen durch unterschiedliche Vorstellungen bei der Kontenzuordnung – ein kurzes Abstimmungsgespräch spart Wochen an Nacharbeit.

Steuerschlüssel im Autohandel – Besonderheiten bei §25a UStG

Die korrekte Zuordnung der Steuerschlüssel (auch BU-Schlüssel genannt) ist im Autohandel besonders wichtig, weil hier verschiedene Steuerarten nebeneinander vorkommen. Der Steuerschlüssel bestimmt, wie DATEV die Umsatzsteuer auf dem jeweiligen Buchungssatz berechnet und in die Umsatzsteuer-Voranmeldung übernimmt.

Die wichtigsten Steuerschlüssel für den Kfz-Handel

BU-Schlüssel Steuerart Steuersatz Typischer Einsatz im Autohandel
3 Umsatzsteuer 19 % Regelbesteuerte Fahrzeugverkäufe, Teileverkauf, Werkstattleistungen
2 Umsatzsteuer 7 % Selten im Autohandel (z. B. bestimmte Nebenleistungen)
10 Differenzbesteuerung §25a Marge × 19/119 Gebrauchtwagenverkauf von Privatpersonen, keine offene USt-Ausweisung
11 Steuerfreie ig. Lieferung 0 % Fahrzeugverkauf an EU-Händler mit gültiger USt-IdNr.
19 §13b UStG (Reverse Charge) 19 % Bestimmte Bauleistungen, Metalllieferungen
40 Vorsteuer 19 % Einkauf regelbesteuerter Fahrzeuge, Teile, Dienstleistungen
Achtung bei der Differenzbesteuerung: Fahrzeuge, die unter die Differenzbesteuerung nach §25a UStG fallen, dürfen im DATEV Export keinen offenen Umsatzsteuerausweis erhalten. Der Steuerschlüssel 10 sorgt dafür, dass DATEV die Marge korrekt ermittelt und die Umsatzsteuer nur auf die Differenz zwischen Ein- und Verkaufspreis berechnet. Ein falscher Steuerschlüssel kann zu fehlerhaften UStVA-Meldungen führen.

Häufige Fehler beim DATEV Export – und wie Sie sie vermeiden

In der Praxis treten beim DATEV Export immer wieder die gleichen Probleme auf. Die meisten lassen sich durch sorgfältige Einrichtung und regelmäßige Kontrolle vermeiden.

1. Falsche Beraternummer oder Mandantennummer

Der häufigste Fehler überhaupt: Die Beraternummer oder Mandantennummer im Header der Exportdatei stimmt nicht mit den Daten in DATEV überein. Die Folge: Der Import schlägt fehl, und der Steuerberater kann die Daten nicht verarbeiten. Lösung: Lassen Sie sich die korrekten Nummern schriftlich von Ihrer Kanzlei bestätigen.

2. Kontenrahmen stimmt nicht überein

Wenn Ihre Händlersoftware im SKR03 exportiert, der Steuerberater aber SKR04 nutzt (oder umgekehrt), landen die Buchungen auf falschen Konten. Lösung: Kontenrahmen vor dem ersten Export abstimmen und in der Schnittstelle korrekt hinterlegen.

3. Fehlende oder doppelte Debitoren/Kreditoren

Wenn Kundennummern in der Händlersoftware und in DATEV nicht synchron sind, entstehen Dubletten oder verwaiste Buchungen. Lösung: Einheitlichen Nummernkreis definieren und bei jedem Export die Stammdatendatei mit übertragen.

4. Falscher Steuerschlüssel bei §25a-Geschäften

Wird ein differenzbesteuertes Fahrzeug versehentlich mit dem Steuerschlüssel 3 (19 % USt) statt 10 (§25a) exportiert, weist DATEV offene Umsatzsteuer aus – obwohl das bei Differenzbesteuerung nicht zulässig ist. Das kann zu einer fehlerhaften UStVA führen. Lösung: In der Händlersoftware die Besteuerungsart pro Fahrzeug korrekt pflegen.

5. Belegdatum vs. Leistungsdatum

Im Autohandel fallen Rechnungsdatum und Leistungsdatum (z. B. Fahrzeugübergabe) häufig auseinander. Der DATEV Export muss beide Daten korrekt übertragen, damit die Buchung in der richtigen Periode landet. Lösung: Prüfen Sie, ob Ihre Software das Leistungsdatum als separates Feld exportiert.

6. Sonderzeichen im Buchungstext

Umlaute, Sonderzeichen oder zu lange Buchungstexte können den DATEV-Import stören. Die maximale Länge des Buchungstextes beträgt 60 Zeichen. Lösung: Buchungstexte kurz und prägnant halten, z. B. „RE 2024-0815 BMW 320d FIN:WBAXXXXXXX“.

Checkliste vor jedem Export: Beraternummer korrekt? Mandantennummer korrekt? Kontenrahmen richtig eingestellt? Steuerschlüssel geprüft? Exportzeitraum vollständig? Belegbilder vorhanden? Wenn Sie alle Punkte mit Ja beantworten können, ist Ihr DATEV Export bereit.

Der Workflow mit dem Steuerberater: Belegbild + Buchung

Die moderne Zusammenarbeit mit dem Steuerberater basiert auf dem Prinzip „Belegbild + Buchung“. Das bedeutet: Zu jeder Buchung im DATEV Export gehört idealerweise auch ein digitales Belegbild – also ein Scan oder PDF der zugehörigen Rechnung, Gutschrift oder des Kassenbons.

Warum Belegbilder den Workflow revolutionieren

Früher lief die Buchhaltung im Autohaus so ab: Der Autohändler sammelte Belege in Ordnern, brachte sie monatlich zum Steuerberater, und dort wurden die Buchungen manuell erfasst. Mit einem DATEV Export inklusive Belegbildern entfällt dieser gesamte manuelle Aufwand:

  • Keine Pendelordner mehr – alle Belege werden digital übertragen
  • Automatische Zuordnung – jedes Belegbild ist direkt mit dem Buchungssatz verknüpft
  • Schnellere Verarbeitung – der Steuerberater muss nur noch prüfen, nicht mehr erfassen
  • Revisionssichere Archivierung – die Belege sind GoBD-konform in DATEV gespeichert
  • Echtzeit-Überblick – der Steuerberater sieht jederzeit den aktuellen Buchungsstand

So funktioniert der digitale Belegfluss

1

Beleg erstellen

Sie erstellen in Ihrer Händlersoftware eine Rechnung, Gutschrift oder einen Kassenbon. Das Dokument wird automatisch als PDF gespeichert.

2

Buchung generieren

Die Software erzeugt automatisch den zugehörigen Buchungssatz mit Konto, Gegenkonto, Betrag und Steuerschlüssel.

3

DATEV Export auslösen

Per Klick exportieren Sie Buchungsstapel und Belegbilder gemeinsam – entweder als DATEV-ASCII-Datei + separater Belegordner oder als DATEV XML online-Paket.

4

Steuerberater verarbeitet

Der Steuerberater importiert die Daten in DATEV Kanzlei-Rechnungswesen, prüft die Buchungen und gibt den Stapel frei. Die UStVA wird automatisch aus den importierten Daten erstellt.

Echtzeit-Export vs. Batch-Export: Welcher Modus passt?

Bei der Einrichtung des DATEV Exports stellt sich die Frage: Sollen die Daten laufend in Echtzeit oder gesammelt als Stapel (Batch) exportiert werden? Beide Varianten haben ihre Berechtigung.

Kriterium Echtzeit-Export Batch-Export (monatlich)
Häufigkeit Sofort bei jeder Buchung oder täglich Einmal pro Monat (oder Quartal)
Aktualität Steuerberater sieht Buchungen quasi sofort Zeitversatz von Wochen möglich
Korrekturen Schwieriger, da Buchungen sofort übertragen werden Korrekturen vor dem Monatsexport möglich
Geeignet für Autohäuser mit hohem Volumen, die laufenden Überblick brauchen Kleinere Händler mit überschaubarem Buchungsvolumen
Technische Anforderung DATEV Unternehmen online + API-Anbindung Einfacher Dateiexport (CSV/ASCII) genügt

Für die meisten Autohändler empfiehlt sich der monatliche Batch-Export: Am Monatsende werden alle Buchungen geprüft, der Export ausgelöst und die Daten an den Steuerberater übermittelt. Wer einen engeren Takt benötigt – etwa weil der Steuerberater die BWA monatlich zeitnah erstellen soll – kann auf wöchentlichen oder sogar täglichen Export umstellen.

AutoPult DATEV-Integration: So funktioniert der One-Click-Export

Die AutoPult DATEV-Schnittstelle wurde speziell für die Anforderungen des Autohandels entwickelt. Anders als generische Buchhaltungsexporte berücksichtigt sie die branchenspezifischen Besonderheiten wie Differenzbesteuerung, Fahrzeugstammdaten und die komplexe Kontierung von Eintausch- und Verkaufsgeschäften.

Funktionen der AutoPult DATEV-Schnittstelle

  • One-Click-Export – mit einem Klick exportieren Sie den gesamten Buchungsstapel im DATEV-ASCII-Format
  • Automatische Kontierung – Erlöse, Wareneinsatz und Steuern werden automatisch den richtigen Konten zugeordnet
  • §25a-Handling – differenzbesteuerte Fahrzeuge werden mit dem korrekten Steuerschlüssel exportiert, die Marge automatisch berechnet
  • Belegbild-Export – Rechnungen, Gutschriften und Einkaufsbelege werden als PDF mitexportiert
  • Debitoren-/Kreditoren-Sync – Kundenstammdaten werden automatisch mit dem DATEV-Nummernkreis synchronisiert
  • SKR03- und SKR04-Unterstützung – der Kontenrahmen wird einmalig konfiguriert, alle Buchungen werden entsprechend gemappt
  • Protokoll und Fehlerprüfung – vor dem Export prüft AutoPult automatisch auf fehlende Konten, ungültige Steuerschlüssel und andere Probleme
  • Exporthistorie – jeder Export wird mit Zeitstempel und Inhalt protokolliert, sodass Sie jederzeit nachvollziehen können, welche Daten wann übertragen wurden

Einrichtung in AutoPult

Die Einrichtung der DATEV-Schnittstelle in AutoPult dauert in der Regel weniger als 15 Minuten. Navigieren Sie zu Einstellungen → Buchhaltung → DATEV-Export, tragen Sie Beraternummer, Mandantennummer und Kontenrahmen ein, und führen Sie einen Testexport durch. Bei Fragen unterstützt Sie unser Support-Team bei der Ersteinrichtung.

Kostenlos testen: Die DATEV-Schnittstelle ist in allen AutoPult-Paketen enthalten. Jetzt DATEV-Integration ansehen und den Buchungsexport an Ihren Steuerberater vereinfachen.

Häufig gestellte Fragen zum DATEV Export

Was kostet der DATEV Export?

Die Kosten hängen von der eingesetzten Software ab. Bei AutoPult ist die DATEV-Schnittstelle in jedem Paket enthalten – ohne Zusatzkosten. Bei anderen Anbietern kann ein separates Modul erforderlich sein, das zwischen 20 und 100 Euro monatlich kostet.

Welches Exportformat soll ich nutzen – ASCII oder XML?

Für den reinen Buchungsexport reicht das DATEV ASCII/CSV-Format vollkommen aus. Wenn Sie zusätzlich Belegbilder digital übertragen möchten, ist DATEV XML online die bessere Wahl. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater, welches Format die Kanzlei bevorzugt.

Wie oft sollte ich den DATEV Export durchführen?

Die meisten Autohändler exportieren monatlich – idealerweise in den ersten Tagen nach Monatsende, wenn alle Rechnungen des Vormonats erfasst sind. Bei hohem Buchungsvolumen oder dem Wunsch nach zeitnaher BWA kann auch ein wöchentlicher oder täglicher Export sinnvoll sein.

Kann ich den DATEV Export rückwirkend korrigieren?

Ja, aber mit Einschränkungen. Wenn der Steuerberater den Stapel bereits importiert und verarbeitet hat, müssen Korrekturbuchungen als neue Buchungssätze im nächsten Export enthalten sein. Ein bereits importierter Stapel sollte nicht erneut importiert werden, da sonst Doppelbuchungen entstehen.

Was mache ich, wenn der DATEV-Import fehlschlägt?

DATEV liefert beim Import ein Fehlerprotokoll mit genauen Hinweisen auf die Ursache. Häufige Gründe: falsche Beraternummer, ungültige Kontonummern, fehlende Pflichtfelder. Prüfen Sie das Protokoll, korrigieren Sie die Exporteinstellungen in Ihrer Software und führen Sie den Export erneut durch.

Muss mein Steuerberater DATEV nutzen, damit der Export funktioniert?

Der DATEV Export im engeren Sinne setzt voraus, dass die Kanzlei DATEV-Software einsetzt. Nutzt Ihr Steuerberater eine andere Buchhaltungssoftware (z. B. Agenda, Addison oder SIMBA), kann in der Regel trotzdem das DATEV-ASCII-Format importiert werden, da es sich als branchenübergreifender Standard etabliert hat.

Fazit: DATEV Export als Grundlage effizienter Buchhaltung im Autohandel

Ein sauber eingerichteter DATEV Export spart Zeit, reduziert Fehler und verbessert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater erheblich. Statt Belege in Ordnern zu sammeln und Buchungen doppelt zu erfassen, übertragen Sie mit einem Klick alle relevanten Daten – vom Buchungsstapel über die Debitorenstammdaten bis zum Belegbild.

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren: Stimmen Sie Kontenrahmen, Steuerschlüssel und Nummernkreise vor der Ersteinrichtung mit Ihrem Steuerberater ab, führen Sie einen Testexport durch und etablieren Sie einen regelmäßigen Exportrhythmus. Mit der AutoPult DATEV-Schnittstelle gelingt das besonders einfach – alle branchenspezifischen Anforderungen des Autohandels sind bereits integriert.